Die Samsung Gear VR Virtual Reality Brille im Test

Seit dem Holodeck in Star Trek, einige Jahrzehnte vor Zurück in die Zukunft, hegen viele Menschen den Traum einer virtuellen Realität. Heute sind wir mit der Samsung Gear VR oder ähnlichen VR Brillen näher an der Umsetzung dran als je zuvor. In Martys Zukunft tragen übrigens gleich mehrere Personen, von Emmet Brown bis zum Junior McFly, Brillen, welche sehr stark an die neuesten Modelle von Sony oder HTC erinnern.

Die Samsung Gear VR ist mit den Samsung Smartphones Galaxy S6, S6 edge und S6 edge+ kompatibel. Damit sind Virtual Reality, 3D- und 360°-Welten sowie Spiele kostengünstig und atemberaubend einfach und gut nutzbar. Die VR Brille bietet ergonomisches Design und ein sehr geringes Gewicht bei sehr hohen Tragekomfort. Die intuitive Bedienung über Touchpad macht die Benutzung kinderleicht. Zusätzlich ist die Nutzung von Zubehör wie Controllern über Bluetooth und Micro-USB möglich.

Informationen zur Samsung Gear VR Brille

Kann man mit der Gear VR Brille Spiele wie Minecraft am PC spielen?

Grundsätzlich nicht, denn die Samsung Gear VR ist für mobiles Virtual Reality gemacht. Man braucht ein High-End Samsung Smartphone (siehe oben) und ein Spiel aus dem Occulus Store (Gunjack, Smash Hit VR oder Lands End).

Im Internet findet man allerdings Anleitungen, wie man die VR Brille auch am PC Nutzen kann (ein kompatibles Smartphone benötigt man trotzdem):

Es werden mehrere Programme benötigt:

Was muss man bei der GearVR als Brillenträger beachten?

Für Brillenträger werden bei der Nutzung von Virtual Reality Brillen eher Kontaktlinsen empfohlen. Die Samsung Gear VR ist allerdings groß genug, dass kleinere Brillen darunter Platz finden. Angenehmer ist die Benutzung allerdings mit Kontaktlinsen.

Erfahrungen aus unserem Test

Gleich vorweg: Man sollte hier keine High End Gaming PC Grafik oder neuen Konsolen erwarten. Es bleiben schließlich Smartphones, die hier für die Grafik verantwortlich sind. Im Vergleich mit anderen Einsteiger VR Brillen wie dem Google CardBoard, steigt die Samsung GearVR aber ziemlich gut aus. Das, was Samsung mit diesem Stück erreichen will, wird auf jeden Fall übertroffen: Neue Unterhaltungsmöglichkeiten in einer neuen Dimension. Diese ganze Technik steckt zwar noch in den Kinderschuhen und wir werden hier in den nächsten Jahren noch Quantensprünge sehen, aber die aktuellen Geräte und Anwendungen sind ein sehr guter Vorgeschmack zu dem, was noch kommt.

Die Installation dauert etwa 8-15 Minuten. Dann kann es auch schon losgehen, Brille auf und Willkkommen im virtuellen Raum namens Oculus Home. Dort können alle verfügbaren Programme gestartet werden. Am besten man startet mit dem Tutorial und lernt die Grundfunktionen und Bedienung der VR Brille. Die Haptik ist einfach und intuitiv. Kurze Tests, scharfstellen und rein in die ersten Apps. Die Arcade App bietet Spiele, inzwischen gibt es auch einige Spiele von anderen Anbietern – da ist von Shootern und Strategie alles dabei. Ocolus Video ist eine kostenlose App, bei der man sich einen Kinosaal aussuchen und dann dort Videos – auch in 3d- anschauen kann. Sehr imposant! Wie oben schon erwähnt – erwartet nicht die beste Auflösung – aber es ist ein super Vorgeschmack zu dem was kommen mag.

Noch ein paar Anmerkungen:

Vorteile der Samsung Gear VR:

  • sehr angenehmer Tragekomfort
  • gute Einstellungsmöglichkeiten
  • Steuerung ohne Verzögerung
  • bei uns kein Übelkeitsgefühl
  • kabellos, sofern man das Smartphone nicht lädt

Nachteile der Samsung Gear VR:

  • Nur für 1 Person gedacht
  • Angebote an Apps, Erlebnissen und Filmen noch klein
  • Display und Linsen vom Smartphone müssen komplett staubfrei sein
  • Nach langer Nutzung wird die Brille warm
  • gerade bei Spielen wäre ein Gamepad von Vorteil
  • Qualität der Lautsprecher ist in Ordnung, aber ein Kopfhörer verbessert das Erlebnis
  • Hoher Stromverbrauch (max 2h Nutzungsdauer ohne Stromkabel)

Warum können einige Videoformate nicht abgespielt werden?

Einige Videoformate können nicht abgespielt, oder aufgrund fehlendem Audiocodecs nur ohne Ton abgespielt werden. Zusätzlich fehlt die Funktion des Vor- und Zurückspulens oder Springen innerhalb von Videos. Die Lösung findet man im US Oculus Store. Für das Videoproblem einfach den Player „Milk VR“ vom US Oculus Store herunterladen. Die gewünschtne Videos dann auf dem Smartphone in den „Milk VR“ Ordner ziehen. Im US Oculus Store gibt es generell viel mehr Content für die Samsung Gear VR als in Deutschland.

Wie komme ich in den US Oculus Store?

Man kommt relativ einfach in den US Oculus Store: Dazu einfach im Google Playstore die App „VyprVPN kostenlose sichere VPN“ installieren. Darin einen US Server aus der Liste wählen und auf „Verbinden“ klicken. Nun simuliert man seinen Standort in die USA und kann im Oculus Store alle Anwendungen herunterladen, die man möchte.

Wie spielt man auf der Samsung Gear VR?

Am besten spielen sich Spiele mit einem Controller.

Die Möglichkeiten der virtuellen Realitäten

Die kommenden VR-Welten stoßen die Türen zu einer ganzen Reihe von Möglichkeiten auf. Die fortschrittliche Oculus Rift oder die Vive können nicht nur für einen grafisch aufwendigen Zockerabend verwendet werden. VR-Systeme entführen die Benutzer spielend leicht auf einen schnellen Kurzurlaub in eine große Metropole oder an einen sonnigen Strand. Damit lassen sich Ruinen erkunden und wahre Zeitreisen werden zu einer Realität. Vor allem Museen werden stark auf diese neue Technik setzen um Wissen noch einprägsamer zu vermitteln und die Vergangenheit wirklich hautnah den Besuchern vor Augen zu führen.

Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen, von Ingenieuren bis Architekten, nutzen die VR-Brillen bestimmt auch bald zur Erstellung von Modellen und zur maßstabsgetreuen Begehung von geplanten Bauten. So gesehen, beschleunigen die Fortschritte in Bereichen der Virtual Realities den Weg in eine ungeahnte Zukunft noch zusätzlich und die ersten vollwertigen Holodecks sind schon lange in Planung bzw. begehbare Realität.

Erste Erfahrungen mit VR-Brillen

Unsere ersten Schritte in modernen virtuellen Realitäten beeindruckten schnell. Es wirkt fast etwas unglaublich, wie sehr uns unser Gehirn täuscht, wenn wir ihm nur einen optischen Hinweis darauf geben. Der Körper spürt die Beschleunigung in virtuellen Rennwagen, die Höhe wirkt schwindelerregend, obwohl der Nutzer fest in einem Stuhl sitzt und die Blicke schweifen hektisch in alle Richtungen, um jedes Detail der digitalen Welt aufzusaugen. Die Faszination für diese neue Technologie wird sich also kaum aufhalten lassen.

Hinweis: Noch sind die VR-Brillen und die dazugehörige Technik eher teuer. Aber das Arcade Prinzip feiert ein neues Comeback. Alle Interessierten können sich also nach einer VR-Bar (in Wien beispielsweise das vrei) in ihrer Umgebung umsehen, um schon jetzt in die virtuellen Welten abzutauchen.